Schutz
Regeln sollen Übermüdung und zu kurze Erholung verhindern.
Schweizer Arbeitsrecht einfach erklärt
Wer arbeitet wann, wie lange und mit welchen Pausen? Dieser visuelle Guide erklärt Zeiterfassung in der Schweiz so, dass auch Einsteiger sofort verstehen, worauf es ankommt.
Standard
Systematische Erfassung gilt, wenn keine Ausnahme sauber passt.
3 Modelle
Systematisch, vereinfacht oder Verzicht unter engen Bedingungen.
5 Jahre
Arbeitszeitunterlagen mindestens so lange aufbewahren.
Soll ≠ Ist
Der Dienstplan ersetzt nicht automatisch die echte Ist-Zeit.
Zeiterfassung schützt Menschen und macht Arbeit nachvollziehbar. Sie zeigt, ob Arbeitszeit, Ruhezeit, Pausen und Zuschläge korrekt behandelt werden.
Regeln sollen Übermüdung und zu kurze Erholung verhindern.
Team und Betrieb sehen, was wirklich gearbeitet wurde.
Behörden brauchen verständliche Unterlagen für Prüfungen.
Schweizer Recht kennt den Normalfall und zwei Entlastungen. Je freier jemand seine Arbeit zeitlich gestalten kann, desto eher kommt eine Vereinfachung in Frage.
Normalfall
Beginn, Ende, Pausen, Tages- und Wochenarbeitszeit sowie relevante Abweichungen dokumentieren.
Vereinfachung
Für Personen mit gewisser Arbeitszeit-Autonomie. Im Kern wird die täglich geleistete Arbeitszeit erfasst.
Enge Ausnahme
Nur mit GAV, grosser Autonomie, Einkommen über 120'000 CHF anteilig bei Teilzeit und schriftlicher Zustimmung.
Das ist eine Lernhilfe. In echten Betrieben müssen Funktion, GAV, Branche und Arbeitsorganisation konkret geprüft werden.
Dann braucht es nachvollziehbare Dokumentation.
Gemeint ist echte Autonomie, nicht nur gelegentliches Verschieben.
Nein
Beginn, Ende, Pausen, Tages- und Wochenarbeitszeit sowie relevante Abweichungen dokumentieren.
Gewisse Autonomie
Für Personen mit gewisser Arbeitszeit-Autonomie. Im Kern wird die täglich geleistete Arbeitszeit erfasst.
Sehr hohe Autonomie
Nur mit GAV, grosser Autonomie, Einkommen über 120'000 CHF anteilig bei Teilzeit und schriftlicher Zustimmung.
Die meisten Fehler passieren nicht beim Standardtag, sondern bei Abweichungen. Diese Abläufe zeigen, was sichtbar bleiben sollte.
Plan
08:00 bis 17:00 ist eingetragen.
Abweichung
Die Person bleibt bis 17:45.
Erfassen
Echte Endzeit und Pause dokumentieren.
Prüfen
Saldo, Überzeit und Ruhezeit kontrollieren.
Plan
Anna Montag, Ben Dienstag.
Tausch
Dienste werden kurzfristig gewechselt.
Nachführen
Abweichung pro Person festhalten.
Prüfen
Ruhezeit und Wochenzeit für beide prüfen.
Normal
Meist nur Tages-Total.
Spezialzeit
Nacht- oder Sonntagsarbeit passiert.
Genauer
Anfang und Ende bleiben sichtbar.
Folgen
Zuschläge und Kompensation prüfen.
Schritt 1
Sollzeit und Dienst vorbereiten.
Schritt 2
Der echte Tag passiert.
Schritt 3
Tatsächliche Zeit festhalten.
Schritt 4
Pausen, Ruhezeit, Zuschläge prüfen.
Schritt 5
Unterlagen 5 Jahre behalten.
Keine Rechtsberatung. Diese Seite ist eine verständliche Einführung auf Basis der lokalen SECO-/Fedlex-Unterlagen. Für verbindliche Beurteilungen zählen Gesetz, Verordnungen, GAV, Branchenregeln und konkrete Einzelfälle.